Der Herr war etwas ratlos. Da hatte er nun gar wundersam die welt erschaffen, sie mit allerlei grünzeug und tierzeug gefüllt, dem manne leben eingehaucht, ihm eine frau zur seite gestellt, dann alle paar jahrhunderte seine vorstellungen über menschliche lebensführung auf verfügbaren unterlagen festhalten lassen, manchmal eher kurz, dann wieder länger, eine vaterschaft wurde ihm nachgesagt – allerdings verhütete die Römische administration schlimmeres – und zu guter letzt sollte er das alles dann zum letzten mal via erz-engel-express diktiert haben: allein es half nichts.
Man war unzufrieden.
Eine ungenau gefaßte produkthaftung wie gewährleistung führte zu intensiver nutzung der bewährten form der klärung dieser angelegenheiten, dem gebet, und der teil seiner erhabenen Unvorstellbarkeit, der sich den ohne unterlaß eingehenden bitten, fürbitten und lobpreisungen (wenige) widmen mußte, trat in regen selbstkontakt mit sich selbst – ein vorgang, der trinitätsgläubigen leichter zugänglich ist – und beschloß, die zeit eine weile ruhen zu lassen, alle menschen zu laden und ihnen gelegenheit zu geben, die ohne unterlaß vorgebrachten sorgen und probleme an eine riesige mauer zu heften, sich einen tag im garten Eden aller bedrängnisse ledig zu vergnügen – keine sorge: ganz im leib aber latürnich ohne lust.
Anschließend war eine jede seele aufgerufen, sich an der göttlichen pinwand die sorgen und probleme zu suchen, die ihr am besten zusagten. Man schwebte also und untersuchte, wog ab, verglich, erkundete und spekulierte und doch, am ende, als der Große Spaßmacher bereit war, die zeit wieder einzusetzen und den schleier des vergessens über die gewährte pause zu legen, griffen alle wieder zu den widernissen, die gegenstand ihrer fortlaufenden beschwerden gewesen waren und die sie anfangs glaubten loswerden zu wollen.