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Der Ursprung der Religionen

In lulando, olamo! on 23/05/2008 at 2:50

Es war einmal – ja eigentlich schon davor – ein berühmter Lehrer, der unterrichtete die Kunst der Meditation. Er hatte ein kleines kätzchen, das es sich zur gewohnheit gemacht hatte, während der meditation in seinem schoß zu ruhen, wo es ohne unterlaß schnurrte und schnurrte und schnurrte…

Natürlich ließ die Verwirklichte Heiligkeit des Meisters von solcherlei sich auf dem wege zum Ursprung nicht stören, hingegen nahmen seine schüler anstoß an dem eintönig sich wiederholenden geräusch.

Manche schlossen sich der katze an, andere schliefen ein und so trat der älteste jünger vor den Meister und bat mit respekt: „Herr, wir bitten Dich in aller demut: entferne die katze während der meditationszeit. Zu sehr ist sie uns eine ablenkung.“

Das Große Herz des Liebenden Meisters floß über vor mitgefühl und er befahl als neue Regel, daß die katze während der meditationszeiten am küchentische festzubinden sei. Ein seufzer ging durch die versammlung und von nun an, wenn die jünger in meditation sich versuchten, band man des Meisters katze am küchentische fest.

Jahre friedvoller, stiller übung folgten, die katze starb und wurde durch eine andere ersetzt, der Regel des Meisters wegen eingefangen und während der stunden der andacht am küchentische festgebunden.

Als endlich dann der Lehrer mit der Quelle sich vereinigte, betrachtete es sein nachfolger als Heilige Pflicht, den Regeln des Meisters wörtlich zu folgen und jede einzelne zeile an die nachwelt weiterzureichen. Die katze wurde während der meditationszeiten am küchentische festgebunden.

So nimmt es dann nun auch nicht weiter wunder, daß einige jahrhunderte später hunderte und aber hundete schriften auftauchten, über „Das Anbinden der Katze – seine Bedeutung und sein Einfluß auf die Gottesfurcht des Schülers.“

Das ist der ursprung der religionen.

(c) 2008 – alle rechte reserviert

  1. die Schlussfolgerung ist genial aber nicht komplett, weitere Forschung haette ans Licht bringen koennen dass Katzen ueberhaupt nicht [existieren], weniger Kuechentische und noch weniger [gottesfuerchtige] Schueler. Man denke doch nach und erfahre, dass nichts wahr ist, eben das nicht…

    [editiert ;) ]